Solgrabenschule feiert 50-jähriges Jubiläum

Bad Nauheim (cor). Die Stadtschule am Solgraben blickt mit seiner 50-jährigen Schulgeschichte auf ein besonderes Jubiläum zurück. 50 Jahre Stadtschule am Solgraben bedeutet auch eine Schulentwicklung von der Volksschule zur Haupt- und Realschule in Bad Nauheim.

 

Link zur Fotostrecke der Wetterauer Zeitung: Jubiläum der Stadtschule am Solgraben

Dem Anlass entsprechend wurde das 50-jährige Jubiläum am Freitag mit einem Abendprogramm im Konzertsaal der Trinkkuranlage gefeiert. »Wir möchten uns heute an viele schöne Dinge erinnern«, sagte Moderator Klaus Pradella in seiner Begrüßung. 

Lehrer und Schüler hätten mit viel Herzblut ein mehrstündiges Programm auf die Beine gestellt. Gerade die Schüler seien natürlich sehr aufgeregt.


Mit heißen Rhythmen aus Westafrika stimmte die Trommel-AG unter Leitung von Sybille Helmer das Publikum auf den bunten Festakt ein. Schuldirektor Gerd Berlau ließ im Anschluss die Geschichte der Schule Revue passieren und begrüßte die Ehrengäste.

Auch viele ehemalige Lehrer nahmen an der Feierlichkeit teil. Untermalt wurde die Schulgeschichte mit Filmdokumentationen.

Über die ursprüngliche Volksschule mit Sonderschule habe sich die Stadtschule am Solgraben über den Hauptschulzweig zur Haupt- und Realschule etabliert. Als nächsten Schritt strebe man den Status der Mittelstufenschule an, sagte Berlau. Bis zum heutigen Tage sei die Schule mit Neubauten und Sporthalle größer geworden. Noch im Mai 2011 sind vier neue Klassenräume im neuen Gebäude dazugekommen. 

Das Sonderinvestitionsprogramm Schul- und Hochschulbau und das Konjunkturprogramm II der Hessischen Landesregierung haben dies mit Investitionskosten von rund 760 000 Euro ermöglicht, Unterstützung habe es immer wieder auch von der Stadt Bad Nauheim gegeben. 

Nach der Teilung der Stadtschule an der Wilhelmskirche und der Stadtschule II im ehemaligen Krankenhaus in der Karlstraße erfolgte der Startschuss im Oktober 1959 zum Neubau am Solgraben. Nach der Fertigstellung im Jahr 1961 wurde das Vorhaben »Doppelturnhalle« 1963 auf den Weg gebracht. Diese damals größte Sporthalle des Kreises konnte in Februar 1965 ihrer Bestimmung übergeben werden. Bereits 1964 formulierte die Schule zum ersten Mal die räumliche Enge, die 1969 mit der Erstellung eines dreiklassigen Pavillons gelindert werden konnte. 1973 fand die Grundsteinlegung zur Entstehung des Gebäudes 3 statt.

 

Viele Projekte habe die Schule im Laufe der 50 Jahre auf die Beine gestellt, wie Berlau weiter erklärte. Gerne erinnere man sich an Aktionen wie ein Anti-Gewalt-Training, Little Ironman, Schulgarten oder die Elternabende mit Gesang und Tanz. Im Vordergrund stand dabei immer die Entwicklung der Schüler. »Diese sollen ihre Persönlichkeit in der Gemeinschaft entfalten können«, sagte Berlau. 

»Viele Schülerprojekte knüpfen internationale Kontakte als auch Kontakte zu Bad Nauheimer Bürgern und Firmen«, sagte der designierte Bürgermeister der Stadt, Armin Häuser. Die Stadtschule am Solgraben bereichere so die Schullandschaft der Stadt Bad Nauheim und trage wesentlich dazu bei, die Stadt als attraktiven Standort für Familien zu positionieren und zu festigen. Das 50-jährige Bestehen, die Auslastung und Erweiterungen zeigen außerdem, dass die Schule am Solgraben angenommen und über die Stadtgrenze hinaus geschätzt werde. »Herr Berlau, Sie meistern mit Ihrem Team die Herausforderungen unserer Zeit und sorgen dafür, dass diese Schule sich auch zukünftig kontinuierlich weiterentwickeln wird«, sagte Häuser.

Diese Herausforderung sprach auch Schulamtsdirektor Wolfgang Wollsiffer in seinem Grußwort an. »Der demografische Wandel betrifft alle Schulsysteme. Die Anmeldezahlen gehen dramatisch zurück.« Dieser Herausforderung müsse man entgegen wirken. Das Konzept Mittelstufenschule könne eine Alternative bieten. Die Erfahrungen der 50 Jahre seien da eine solide Grundlage. 

Via Videobotschaft aus Wien gratulierte auch die Elternbeiratsvorsitzende Ana Will. Weitere Grußworte wurden von der Schulsprecherin Josmil Bennewitz, dem Schulleiter der Beruflichen Nachbarschule, Andreas Stolz, und der Fördervereinsvorsitzenden Meike Barth ausgesprochen. Barth ehrte ebenfalls Schüler für ihre Leistungen beim Sponsorenlauf und die neu ausgebildeten Sanitäter.

Große Showacts der Hip-Hop-Tanzgruppe, der Schlagzeug-Grooves-AG, der Pop-Musical-Gesangs-AG und der Keyboard-AG sorgten für Unterhaltung. Großen Applaus gab es auch für die »Lazy Song«-Parodie von Bruno Mars, die Hendrik Arndt mit einer Projektgruppe einstudiert hatte. Amüsant boten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6aR einen Lehrer-Small-Talk im Klassenzimmer. »Habt ihr euch das alleine ausgedacht?«, fragte Pradella die Schüler. »Nein, das war die Frau Lenssen«. Da liegt doch die Vermutung nahe, dass es sich genau so im Lehrerzimmer in den Pausen abspielen könnte.

Zum Abschluss wurde kräftig getrommelt. Hier bewiesen auch Schuldirektor Berlau und Armin Häuser ihr Trommeltalent. Armin Häuser: »Wir leben ja in einer Gesundheitsstadt. Ich würde mich freuen, wenn wir uns alle zum 100. Jubiläum wiedersehen.«

Link zum Zeitungsartikel in der Wetterauer Zeitung.

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