Verabschiedungsfeier der Stadtschule am Solgraben

Festlich geschmückt für das Motto  „Der letzte Tanz …“  war die Sporthalle der Stadtschule am Solgraben zur Abschlussfeier der Abgangsklassen.

Bei angenehmen Temperaturen begrüßte der Förderverein die geladenen Gäste und die Absolventen in der mit Rosen geschmückten Gymnastikhalle mit einem Stehempfang, offerierte das frisch gedruckte Jahrbuch und stimmte auf das feierliche Programm ein.

108 Schülerinnen und Schüler aus einer Hauptschul-, einer SchuB- und drei Realschulklassen schritten zu „Final Count Down“  über einen roten Teppich und unter großem Beifall durch die Halle zu ihren Plätzen. Durch das abwechslungsreiche Programm führten Luana Comodari 10cR und Florian Balog 10aR. Auch dieses Jahr  hatte sich eine Gruppe von engagierten Schülerinnen schon zu Schuljahresbeginn zu einem Festkomitee zusammengeschlossen, um sich ausreichend und intensiv um Dekorationsfragen sowie um die Programmpunkte zu kümmern. Herausgekommen war eine dezente und feierlich anmutende mit vielen Pflanzen sowie Lichteffekten bestückte Dekoration.

Zu Beginn der Veranstaltung brillierte Linda Vasilev 10bR mit einem Klaviersolo. Im weiteren Verlauf Lukas Bonarius 10aR ebenfalls mit einem Klaviersolo.

Das Motto „Der letzte Tanz …“ wurde von drei Tanzpaaren gekonnt mit einem Cha-Cha-Cha präsentiert (Julia Kilian 10bR, Laura Seger 10aR, Josmil Bennewitz 10aR, Thomas Jaros 10aR, Manuel Schneider 10bR und Kevin Kurtz 10cR). Zwischen den einzelnen Darbietungen der Klassen ergriffen der Schulleiter Gerd Berlau, Elternbeiratsvorsitzende Ana Weßling sowie Josmil Bennewitz 10aR (Schulsprecherin, Schülerrede) das Wort.

In seinem Grußwort nahm der Schulleiter Bezug zu der Shell-Studie 2010, nach der fast 60% der Jugendlichen ihrer Zukunft optimistisch entgegen blicken. Gut 90% der Befragten loben das Verhältnis zu den eigenen Eltern und sind mit deren Erziehungsmethoden einverstanden. Genau das war in diesem Jahrgang spürbar. Das Wissen um Verantwortung und der Umgang damit, sind Eigenschaften, die nicht nur in der Schule präsent sind, sondern auch im Elternhaus vorgelebt werden. Zu den Schülern gewandt betonte der Schulleiter, dass das Kollegium die Schule als einen Ort der „Personwerdung“ ansieht. Dabei stehen Vernunft und das menschliche Miteinander im Vordergrund, welches sich durch die gemeinsame Erarbeitung konkretisiert. Methodenlernen, fächerübergreifendes Lernen, recherchieren, Teambezogenheit, Anwendungsorientierung, individuelles und kreatives Lernen gehören dazu. Neben dem Fachwissen aber auch das Lernen zu lernen. Nicht zu vergessen die Eigenschaften, auf die ca. 80% der Firmen Wert legen:  Zuverlässigkeit, Bereitschaft zum Lernen, zur Leistung, Verantwortungsbewusstsein, Konzentrationsfähigkeit und ein Durchhaltevermögen. Die Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr den hohen Standard an der Schule.

Alle 108 Absolventen haben einen Abschluss erreicht. 93% haben einen qualifizierenden Hauptschulabschluss erreicht sowie 82% einen qualifizierenden Realschulabschluss, der auch gleichzeitig die Eignung für die gymnasiale Oberstufe beinhaltet. Ebenso viele Eignungen für weiterführende berufliche Schulen. Nur jeder sechste Schüler strebt ein Ausbildungsverhältnis an.

Zum Schluss gab er den scheidenden Schülerinnen und Schülern dem neuen Lebensabschnitt folgende Worte mit auf den Weg:

„Seht das Ende von heute als neuen Anfang von morgen. Seid mutig und offen und schaut immer nach vorne.“ Wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden – und damit auch das Risiko des Scheiterns in Betracht gezogen werden. 

Die Lehrerrede von dem SchuB-Klassenlehrer Herr Philipp Sommer gehalten, unterstrich die Rolle von Liebe und Verantwortung als Haltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Diese Einstellung haben die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer den Absolventen entgegengebracht, was die pädagogische Arbeit erst erfolgreich werden lässt. Weiterhin betonte er die Wichtigkeit und Notwendigkeit von der Präsenz der Schulsozialarbeit.

Auch die Schülerrede, vorgetragen von der Schulsprecherin Josmil Virginia Bennewitz Rodriguez 10aR ging auf den Aspekt ein, dass alle, die an diesem Abend ihr Zeugnis entgegen nehmen konnten, stolz sein können. Stolz darauf, bis zum Schluss durchgehalten und nicht auf halben Weg aufgegeben zu haben. Mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge blickte sie auf die Jahre an der Solgrabenschule zurück. „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf vorbereitet hat.“ Doch sind wir alle das erste Stück auf unserem Lebensweg mit Erfolg gegangen. Nun ist es Zeit, diesen Weg weiter zu gehen und neue Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen zu sammeln, schließlich warten bereits neue Aufgaben auf jeden einzelnen von uns. „Der Weg ist das Ziel“, gab sie ihren Mitschülern mit auf den Weg und erinnerte daran, dass man nicht immer nur auf das wirkliche Ziel fixiert sein , sondern auch den Weg dorthin wahrnehmen und genießen soll. In ihren abschließenden Worten bedankte sie sich im Namen der Schülerschaft für die Unterstützung und das Engagement der Lehrkräfte. 

Die Elternbeiratsvorsitzende Frau Ana Weßling und auch die Fördervereinsvorsitzende Frau Meike Barth gingen mit ähnlichen Gedanken ihre Ansprachen an, wobei Frau Weßling Bertolt Brechts Gedicht von der Legende der Entstehung des Buches Tao Te King „Auf dem Weg des Laotse in die Emigration“ metaphorisch mit einbezog. Der ewige Wandel von Yin und Yang, welches sich als fortwährende Umkehrung bzw. als eine Bewegung zwischen den jeweiligen Polen ausdrückt, stellt sich hierbei als Hauptgedanke dar. Transformiert auf die heutigen Schülerinnen und Schüler zeichnet sich der Bedeutungszusammenhang darin aus, dass einem die Weisheit nicht zufliegt, sondern dass man für das Lernen etwas tun muss, mitunter Opfer bringen und Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen muss. Auch, dass das Lernen mitunter länger dauern kann als erwartet, also Geduld erforderlich ist.

Das Bild zeigt die Ehrung der Klassenbesten von links nach rechts: Frau Ana Weßling, Elternbeiratsvorsitzende, Marina Katara 10bR, Lara Fleißner 10aR, Greta Zielinskaite SchuB, Philipp Ahlers 10cR, Manuel Lucke 9aH, Kemal Taskiran 9aH, Dominik Aletter 9aH, Frau Meike Barth, Fördervereinsvorsitzende.

Die Klassenbesten wurden von beiden Damen mit einem Buchgutschein geehrt: 

Für die SchuB-9 ist das Greta Zielinskaite  mit einem Notendurchschnitt von 2,0,  aus der 9aH drei Schüler mit 2,0: Dominik Aletter, Manuel Lucke und Kemal Taskiran.  In der Realschule waren dies: Lara Fleißner 10aR mit 1,4, Marina Katara 10bR mit 1,1 und Philipp Ahlers 10cR mit 1,5 im Notendurchschnitt. Damit ist das Leistungsvermögen der Schule auf gleichbleibend hohem Niveau, die Leistungsdichte im oberen Notenbereich hat sich weiterhin erhöht.

Eine Ehrung für besondere ehrenamtliche Tätigkeiten  konnte Katrine Schneider 10cR für ihren Einsatz im Schulsanitätsdienst entgegennehmen. 

Entsprechend dem Motto hatte das Organisationsteam sich eine  Dekoration einfallen lassen, die den feierlichen Rahmen dieser Veranstaltung unterstrich.  Der emotionalste Moment des Abends war neben der Zeugnisausgabe das Finale. „Time to say good bye“ rührte viele Gäste und auch die Absolventen. Mit anhaltendem Applaus und einem Luftballonregen zeigten Gäste und Schulgemeinde ihre Wertschätzung.

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