Solgrabenschüler in winterlicher Bergwelt

Fester Bestandteil des pädagogischen Konzeptes ist der seit Jahren durchgeführte Schulskikurs des 8. Realschuljahrganges der Stadtschule am Solgraben. Traditionell ging es auch im diesem Jahr nach Sedrun am Oberalppass  in die Schweiz.

Dort angekommen präsentierte sich allen ein wolkenbehangener Himmel und, für diesen Winter keine Überraschung, eine riesige Menge Schnee. Temperaturen bis zu 12 Minusgraden war für die meisten Schüler eine völlig neue Erfahrung.

In verschiedenen Niveaugruppen aufgeteilt, entwickelten die Schülerinnen und Schüler schnell ein Gefühl für die Skier, die neuen Bewegungsanforderungen und das unterschiedliche Gelände. Für die meisten war dies die erste Erfahrung auf den Brettern, die andere wiederum zu einer der schönsten Sportarten überhaupt zählen. Bögen fahren, Tempo halten und kontrollieren, Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen und zu spüren, wie Bewegungsabläufe optimiert werden können – das sind Lern- und Leistungserfahrungen, die oft nachhaltig auf das individuelle Lern- und Sozialverhalten wirken.

Für die fortgeschrittenen Skifahrer wurde ein Skilehrer vor Ort gebucht. Dieser führte die Schüler durch einen Funpark und verschiedene Pistenvarianten.

Die ungewohnte Muskelbelastung und das Bewegen in großer Höhe stellt für die meisten Schüler eine erhöhte Belastung dar, sodass ein Muskelkater mitunter die Folge war.  Für Abwechslung sorgte ein Nachmittag mit Rodeln. Die lange Rodelabfahrt (3,5 km) bereitete den Schülerinnen und Schülern großen Spaß, ging es doch in rasantem Tempo durch extreme Kurven bzw. an einigen Abgründen vorbei.

Die neu ins Programm genommene Schneeschuhwanderung musste aufgrund von erhöhter Lawinengefahr ausfallen.  In abendlichen Gesprächsrunden hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ihre Erlebnisse zu formulieren.  Den Blick auf einen neuen Anteil ihrer Persönlichkeit eröffneten diese  Erfahrungen, besonders unter dem Aspekt der eigenen Lern- und Leistungsfähigkeit sowie der Möglichkeit einer Korrektur ihres Selbstbildes.

Am letzten Skitag übernahmen die fortgeschrittenen Schüler Skilehrerfunktionen. In Kleinstgruppen führten sie ihre Mitschüler äußerst gekonnt über die Pisten, zeigten persönliche Kniffe und vermittelten dadurch eine hohe Motivation. So verwunderte es nicht, dass die meisten der frisch gebackenen Skifahrer mit einer Träne im Auge zurückblickten, als auf der Heimfahrt die Berggipfel aus ihrem Blick verschwanden.

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