Die Mittelstufenschule ab Schuljahr 2013/2014

Die Mittelstufenschule ab Schuljahr 2013/2014

Vor ca. drei Jahren hat sich das Kollegium der Stadtschule am Solgraben auf den Weg gemacht, die pädagogischen Rahmenbedingungen weiter zu entwickeln. Grundlage für diese Entwicklung war die Neuausrichtung der pädagogischen Grundhaltungen. Die pädagogische Zielrichtung unseres Mittelstufenkonzeptes basiert auf dem integrativen Aspekt des längeren gemeinsamen Lernens und beinhaltet damit auch gleichzeitig eine individuelle Förderung und Unterstützung und die Verzahnung von schulischen Lernbereichen und beruflichen Realitäten. Die Vermittlung von fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen liegt uns besonders am Herzen. Dabei finden die unterschiedlichen Lern-voraussetzungen, die Breite der individuellen Begabungen und Neigungen sowie die Unterschiede im Lernverhalten besondere Berücksichtigung. Begabungen werden aktiviert und unterstützt. Die Förderung von Selbst-ständigkeit und Eigenverantwortung ist dabei eine ständige Herausforderung für den Lernprozess an unserer Schule.

Die Aufbaustufe 5./6. Klasse

Wir sehen diese beiden Klassenstufen als eine Einheit an, in der sich erste Orientierungsmöglichkeiten eröffnen. Alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs werden gemeinsam unterrichtet, wobei die Klassenhöchstgrenze sich bei 27 Schülern bewegt. Weiterhin wird ein „Sitzen bleiben“ ab-geschafft. Eine Schwerpunktsetzung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch in Kombination mit zusätzlichem Förderunterricht für Spitzen und Schwächen trägt den individuellen Voraussetzungen Rechnung. Regelmäßige Besprechungen in den Lehrerjahrgangsteams begleiten die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung. Durch die Bildung von Fächerverbünden und der damit verbundenen Projektorientierung können Themen in ihrem Gesamtzusammenhang erfasst werden. Selbstverständlich werden die Methoden- und die Medienkompetenz in den unterschiedlichsten Ausprägungen gefördert. Mit der Einführung des Faches „Digitale Schultasche“ sollen die Basisgrundlagen für den Erwerb des Europäischen PC-Führerscheins am Ende der Klassenstufe 9/10 gelegt werden. Ein obligatorisches Lesetraining, handwerkliche Erfahrungen im Werkunterricht sowie verschiedene Projekte zum Sozialen Lernen an außerschulischen Lernorten für alle Schülerinnen und Schüler dieser beiden Jahrgangsstufen runden diese Orientierungsphase ab.

Die Klassenstufe 7

Auch in dieser Klassenstufe lernen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam ohne Unterscheidung der unterschiedlichen Schulformen. Es erfolgt eine Fortführung der Schwerpunktsetzung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch in Kombination mit zusätzlichem Förderunterricht für Spitzen und Schwächen. Die Begleitung durch Lehrerjahrgangsteams wird ebenso weiterverfolgt. Erst im zweiten Halbjahr dieser Jahrgangsstufe werden Empfehlungen für den „Berufsorientierten Bildungsgang“ mit dem Ziel eines Hauptschulabschlusses oder den „Mittleren Bildungsgang“ mit dem Ziel eines Realschulabschlusses ausgesprochen. Fächerverbünde, Projektorientierung und die Weiterentwicklung der Methoden-/Medienkompetenz haben weiterhin Bestand, ebenso das gemeinsame Lesetraining und das Projekt Soziales Lernen. Die Einbindung von regionalen Institutionen wie Behinderten-werkstätten, Altenwohnheimen oder Kindergärten soll dabei gepflegt werden. Eine Aufteilung in einen arbeitsorientierten bzw. sprachen-orientierten Zweig wird als erste Spezialisierung von Fähigkeiten angeboten. Im sprachenorientierten Zweig kann man zwischen Französisch und Spanisch wählen.

Berufsorientierter Bildungsgang Stufe 8 und 9

Dieser Bildungsgang führt mit dem Schwerpunkt einer berufs- und praxisorientierten Ausrichtung zum Hauptschulabschluss. Die Stärkung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch erfolgt durch die Erweiterung der Pflichtstundenzahl und Förderkurse im Abschlussjahr. Fächerverbünde, Lehrerjahrgangsteams und die Hinführung zum Abschlusszertifikat „Europäischer PC-Führerschein“ sind weitere Unterrichtsinhalte. Das Fach Berufsorientierung gibt vielfältige Einblicke in die Berufswelt. Dieses wird durch einen praxis- und berufsbezogenen Unterricht unterstützt. Hauptthemenbereiche sind in diesem Zusammenhang Ernährung und Holztechnik. In Kooperation mit der Beruflichen Schule am Gradierwerk wird projekt- und praxisorientiert eine Vielzahl von Berufsfeldern erprobt und erfahren. In der Jahrgangsstufe 9 soll für ein halbes Jahr ein wöchentlicher Praxistag in einem Betrieb den Anschluss an die Berufswelt ermöglichen.  

Der Mittlere Bildungsgang Stufe 8 bis 10

Dieser Bildungsgang führt mit den arbeits- bzw. sprachenorientierten Zweigen zum Realschulabschluss. Die Stärkung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch erfolgt durch die Erweiterung der Pflichtstundenzahl und Förderkurse im Abschlussjahr. Fächerverbünde, Lehrerjahrgangsteams und die Hinführung zum „Europäischen PC-Führerschein“ sind weitere Unterrichtsinhalte. Es ist geplant, den Gesellschaftslehreunterricht in Stufe 9/10 kursübergreifend bilingual anzubieten. Das Fach Berufsorientierung gibt vielfältige Einblicke in die Berufswelt. Betriebspraktika in der 9. Jahrgangsstufe ermöglichen eine praktische Verknüpfung. Wichtig sind uns die Vorbereitung und Förderung der Anschlussfähigkeit an weiterführende Schulen. Es werden Präsentationstechniken für den Prüfungsteil „Hausarbeitspräsentation“ vermittelt und ebenso wird die zweite Fremdsprache im sprachenorientierten Zweig fortgeführt. Das Angebot des arbeitsorientierten Zweiges gliedert sich folgende in Schwerpunktthemen:

Klassenstufe 8
Schwerpunkt: Gesundheit/Soziales 

Klassenstufe 9:
Schwerpunkt Wirtschaft/Verwaltung/Technik 

Klassenstufe 10:
Auswahl zwischen Schwerpunkt Gesundheit/ Soziales und Wirtschaft/Verwaltung/Technik

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