Pauken statt Pennen

Ostercamp an der Solgrabenschule in Bad Nauheim

Bereits zum 6. Mal beteiligte sich die Solgrabenschule an dem Projekt „Ostercamp“ und bietet ihren Schülern damit die Möglichkeit, sich während der Osterferien durch ein gezieltes Lerntraining in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch zu verbessern und auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen vorzubereiten.

Acht Lehrkräfte (Lehramtsstudenten der Universitäten Gießen und Marburg) unterrichteten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10.

Gemeinsam mit den für die Organisation verantwortlichen Sozialpädagogen Felix Lötzsch und Andrea Weber, Nico Haag, der ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, dem Berufseinstiegsbegleiter Mario Kronberger und Konrektorin Ulrike Selmayr starteten Schüler und Lehrkräfte mit einem „Warm-Up“ in den Tag. Durch aktivierende Spiele wurden die Schüler positiv auf die Unterrichtsblöcke eingestimmt und das Gemeinschaftsgefühl der gesamten Gruppe gestärkt. Für den Unterricht hatten sich die Schüler im Vorfeld des Ostercamps für ein Schwerpunktfach angemeldet, welches sie in den ersten beiden 90minütigen Unterrichtsblöcken besuchten. Die Schüler schätzten besonders die kleinen Lerngruppen und die entspannte Atmosphäre.

„Hätte ich in der 8. Klasse schon gewusst, wie viel Spaß Lernen machen kann, hätte ich das Ostercamp auch schon vor zwei Jahren besucht“, sagte Monika, die bereits zum zweiten Mal dabei ist und sich auf die Abschlussprüfung vorbereitet hat.

Im dritten Unterrichtsblock konnten die Schüler frei wählen, ob sie weiter für eines der Hauptfächer üben wollen, ihr Französisch verbessern, Sport treiben oder in „Boys & Girls“ die Themen „Identität, Sexualität und Beziehung“ behandeln möchten.

„Der Unterricht macht Spaß. Es ist einfach eine effektive Art zu arbeiten, da die Gruppen klein sind und kein Notendruck herrscht“, meinte Englischlehrer Felix Lordieck. Auch die Englischlehrerin Franziska Lötzsch teilte diese Meinung: „Die Schüler haben keinen Notendruck, sind dadurch entspannter und offener für Inhalte und Methoden, arbeiten schlichtweg besser mit. So müsste Schule immer sein!“

Da das Projekt vom Hessischen Kultusministerium gefördert wird, entstanden den Eltern der Ostercampschüler lediglich geringe Kosten für das gemeinsame Frühstück und Mittagessen.

„Ich fand das Ostercamp toll – habe sogar viel Neues gelernt. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei“, sagte Paulina aus der 9. Klasse.

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