Auf Juist vermisst keiner sein Handy

Ganz gespannt waren die sechsten Klassen der Solgrabenschule Bad Nauheim, was sie auf der Nordseeinsel Juist erwarten würde. Im fächerübergreifenden Unterricht Erdkunde- Biologie haben die Kinder einiges über das UNESCO Weltkulturerbe Wattenmeer, die Lebensbereiche Dünen und Salzwiesen erfahren sowie etwas über die Bedeutung von Deichen für die Insulaner gelernt. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden in einem Portfolio gesammelt und sollten nun auch durch reale Eindrücke auf der sechstägigen Klassenfahrt vertieft werden.

Im Küstenmuseum und im Juister Nationalparkhaus konnten die Kinder ihr Vorwissen zur Geschichte und der Tierwelt von Juist erweitern. Bei einer Wanderung durch das Watt konnten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in das einzigartige Ökosystem der Nordsee werfen. Gerade das Aufstöbern von besonderen Muschelarten oder kleinen Strandkrabben machte die Kinder neugierig; den Wattwurm hingegen wollte niemand wirklich in den Händen halten. Das herrliche Sommerwetter lud die Sechstklässler mit ihren Lehrkräften Frau Lerch, Frau Lenssen- Holzfuß, Herr Englert, Herr Heisiger und Herr Sens zu täglichen Strandgängen ein. Der nahe der Jugendherberge gelegene Strand bot den Kindern Fußball- und Volleyballfelder sowie genügend Platz zum Sandburgenbauen. Der frische Nordseewind ermöglichte zudem das Steigen von Lenkdrachen. Einige mutige Kinder wagten sogar ein paar Schritte in die Nordsee und konnten dort das Steigen und Sinken des Meeresspiegels nachvollziehen. Damit auch wirklich alle in den Genuss von Meerwasser kommen konnten, hob ein Ausflug ins Meerwassererlebnisbad die Stimmung auf der Klassenfahrt ungemein. Highlights der Klassenfahrt bildeten die schöne Fahrradtour entlang der Insel auf Rädern ohne Gangschaltung ebenso wie die lehrreiche Fahrt zu den Seehundbänken. Dort schafften es die Sechstklässler vor Staunen auch mal für zehn Minuten ganz leise zu sein. Die Nachtwanderung am letzten Abend mit Fackeln im Mondschein rundete das Programm ab.

Bei soviel Programm war gar kein Platz für Heimweh und Verlangen nach dem Handy.

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