Moderner Unterricht für Lernerfolg der Solgrabenschüler

Pädagogischer Tag rückt Pädagogische Diagnostik und Förderplanung in den Fokus

Das Kollegium der Solgrabenschule kam in der vergangenen Woche zu einem Pädagogischen Tag zusammen. Hier wurden Inhalte einer Qualifizierungsreihe des Projektbüros für förder- und kompetenzorientierten Unterricht des Landesschulamts an die Lehrkräfte weitergegeben. Zwei Kollegen der Solgrabenschule, Herr Philipp Sommer und Herr Stefan Gleichner haben sich als Mentoren in verschiedenen Modulen innerhalb eines Jahres hierzu weitergebildet.

Am Vormittag arbeiteten die Lehrkräfte unter Anleitung des Kollegen Stefan Gleichner zum Themenbereich Diagnostik. Zu Beginn wurde klar, dass unter den Bedingungen modernen Unterrichts ein viel größeres Augenmerk auf die tatsächlichen Kompetenzen der Schüler gelegt werden muss. Zeiten, in denen eine benotete Klassenarbeit als einzige Rückmeldung über den Leistungsstand eines Schülers diente, gehören der Vergangenheit an. Neben verschiedenen Methoden der Lernstandsermittlung wurde diskutiert, an welchen Stellen innerhalb des Unterrichts die Kompetenzen der Schüler diagnostiziert werden sollen. Nach diesem theoretischen Input setzten sich die Kolleginnen und Kollegen in Fächerteams (Mathematik, Deutsch, Englisch, Gesellschaftslehre und Religion) zusammen und planten Unterrichtsreihen, in denen die Lernstände der Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Punkten ermittelt werden können.

Nach der Mittagspause beschäftigte sich das Kollegium mit der Förderplanung. Aus dem Impulsvortrag von Lehrer Philipp Sommer wurde deutlich, dass Förderplanung für Schüler einen ganzheitlichen Anspruch haben muss und niemals nur einzelne Fächer in den Fokus genommen werden dürfen. Förderplanung ist daher immer Teamarbeit: Lehrer, gegebenenfalls Förderpädagogen, Sozialarbeiter und Psychologen arbeiten gemeinsam und setzen in Rücksprache mit Schülern und Eltern Prioritäten und Ziele der Förderung fest.

In einer anschließenden Übung arbeiteten Klassenteams zusammen und erstellten Förderpläne für Schülerinnen und Schüler. In der folgenden Diskussion wurde betont, dass dieses Herangehen effektiv ist, hierfür aber Zeit benötigt wird. In den nächsten Monaten wird deshalb überlegt werden, wie diese Förderplanung an der Solgrabenschule implementiert wird.

Das Ziel des Pädagogischen Tages war auch, die veränderte Haltung gegenüber dem Lehrerberuf und damit auch gegenüber Schülern deutlich zu machen. Die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern wird zunehmend sein, einen Überblick über die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu erhalten und individuelle Lernwege aufzuzeigen. Schülerinnen und Schüler müssen die Verantwortung für ihren Lernfortschritt in einem größeren Maß als bisher übernehmen und auf die Beratung und Förderung ihrer Lehrkräfte zurückgreifen.

Auf diesem Weg wird die Solgrabenschule in der nächsten Zeit weitergehen und an weiteren Pädagogischen Tagen die übrigen Inhalte der Qualifizierungsreihe vorstellen, damit die Solgrabenschüler in einem modernen Unterricht  und in einer modernen Schule individuell und differenziert  lernen können. Diese Neuorientierung ist mit dem Konzept der Mittelstufenschule gekoppelt, welche seit Schuljahresbeginn eine sich verändernde Lernkultur aufgreift.

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