Verabschiedungsfeier der Stadtschule am Solgraben in der Mehrzweckhalle des Schulzentrums

1961 – 2011  -  Old school SaS  -  Let´s dance
1961 – 2011 - Old school SaS - Let´s dance

Festlich geschmückt für das Motto  „1961 – 2011  -  Old school SaS  -  Let´s dance“  war die Mehrzweckhalle des Schulzentrums am Solgraben zur Abschlussfeier der Abgangsklassen der Stadtschule am Solgraben. Bei angenehmen Temperaturen begrüßte der Förderverein die geladenen Gäste und die Absolventen im Spiegelsaal mit einem Stehempfang, offerierte das frisch gedruckte Jahrbuch mit Festschrift und stimmte auf das feierliche Programm ein.

113 Schülerinnen und Schüler aus zwei Hauptschul-, einer SchuB und drei Realschulklassen schritten zu einer peppigen Musik über einen roten Teppich und unter großem Beifall durch die Halle zu ihren Plätzen. Durch das abwechslungsreiche Programm führten Özlem Cayir 9bH, Lea Otto 10bR, Anastasia Grebenkin 10cR und Sören Franz 10bR. Auch dieses Jahr  hatte sich eine Gruppe von engagierten Schülerinnen schon zu Schuljahresbeginn zu einem Festkomitee zusammengeschlossen, um sich ausreichend und intensiv um Dekorationsfragen sowie um die Programmpunkte zu kümmern. Herausgekommen war eine farbenfrohe Mischung mit Bildern von Keith Haring und integriertem Fest-Logo der Schule.

Zu Beginn der Veranstaltung brillierte Zita Kovacs mit einem Gitarrensolo.  Zwischen den einzelnen Darbietungen der Klassen ergriffen der Schulleiter Gerd Berlau, Elternbeiratsvorsitzende Ana Will sowie Nikola Hornef 10bR und Lea Schilz 10cR (Schülerrede) das Wort.

In seinem Grußwort nahm der Schulleiter Bezug auf die in Deutschland bevorstehende Weltmeisterschaft des Frauenfußballs.  Dabei verglich er die Schulzeit mit einem Heimspiel, welches nun für  die Absolventen hier an der Stadtschule am Solgraben mit der Übergabe der Zeugnisse ein glückliches Ende findet. Für einige hat es im Verlauf des Spiels auch Überraschungen gegeben, das eine oder andere Foul hat euch vielleicht ins Stolpern gebracht, möglicherweise sogar auf die Reservebank verbannt und ihr durftet erst in der nächsten Runde wieder mitspielen. Der eine oder andere trat in ein Erdloch und geriet ins Straucheln oder wurde durch Maulwurfshügel aufgehalten und musste als Nachzügler am Ende ordentlich Gas geben, um die anderen wieder aufzuholen. Nun ist der Zeitpunkt des Abpfiffs hier an der Solgrabenschule gekommen.  Aber jeder Teamspieler weiß genau: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In diesem Sinne habt ihr die technischen Voraussetzungen gepaart mit taktischen Vorgehensweisen gelernt, um in Zukunft die richtigen Entscheidungen zu für sich und sein Umfeld zu treffen. Dieser Umstand erfordert ein lebenslanges Lernen. Besonders erfreut zeigte sich der Schulleiter über die eingefahrenen Ergebnisse des Jahrgangs. In der Hauptschule haben mehr als zwei Drittel der Absolventen einen qualifizierenden Hauptschulabschluss mit Englischprüfung und einem Zeugnis besser als 3 geschafft. Ebenso erfolgreich sind die Realschulergebnisse: Knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler hat die Eignung für die gymnasiale Oberstufe erreicht. Darüber hinaus haben viele die Eignung für die Fachoberschule und die zweijährige Berufsfachschule erreicht.

Gar nicht selbstverständlich für eine Realschule ist die von 19 Schülerinnen/Schülern abgelegte Prüfung zur Erlangung des Cambridge-Zertifkats für herausragende Leistungen im Bereich Fremdsprachen. Zum Schluss wünschte er allen viel Erfolg in der Zukunft, vor allem jedoch Glück, Gesundheit und Zufriedenheit im privaten und beruflichen Leben. Einen neuen Weg haben die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Abschlussklassen mit ihrer Lehrerrede beschritten. Frau Susanne Rauch (9aH), Frau Isolde Reul (9bH), Frau Annette Endrizzi (SchuB 9), Frau Antje Behl (10cR), Frau Bärbel Nohl-Zitzer (10bR) und Herr Bernd Heinisch (10aR) hatten eine besonders anschauliche Darstellung ausgewählt. Eine leere Schultüte (in mathematischer Hinsicht ein Kegel) war der Ausgangspunkt ihrer Ausführungen. Gefüllt wurde diese Schultüte mit einigen ausgesuchten wegweisenden Werten.  OPTIMISMUS – INTERESSE UND AKZEPTANZ – WERTSCHÄTZUNG – WISSEN – LERNEN – MUT  sollen die Schulabgänger begleiten. Erst die Rückbesinnung auf diese Werte bildet die Grundlage für den weiteren Lebensweg. Die Lehrerinnen und Lehrer der Solgrabenschule haben hier Impulse gegeben, sodass es keinem von ihnen bange sein sollte im Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen. Seid stolz auf das was ihr erreicht habt, aber gebt euch damit nicht zufrieden, sondern strebt nach neuen Zielen.  Auch die Schülerrede, vorgetragen von Nikola Hornef 10bR und Lea Schilz 10cR  ging auf den Aspekt ein, dass alle, die an diesem Abend ihr Zeugnis entgegen nehmen konnten, stolz sein können. Stolz darauf, bis zum Schluss durchgehalten und nicht auf halben Weg aufgegeben zu haben. Mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge blickten sie auf die Jahre an der Solgrabenschule zurück. „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf vorbereitet hat.“ Doch  sind wir alle das erste Stück auf unserem Lebensweg mit Erfolg gegangen. Nun ist es Zeit, diesen Weg weiter zu gehen und neue Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen zu sammeln, schließlich warten bereits neue Aufgaben auf jeden einzelnen von uns. „Der Weg ist das Ziel“, gaben sie ihren Mitschülern mit auf den Weg und erinnerten damit daran, dass man nicht immer nur auf das wirkliche Ziel fixiert sein , sondern auch den Weg dorthin wahrnehmen und genießen soll. In ihren abschließenden Worten bedankten sie sich im Namen der Schülerschaft für die Unterstützung und das Engagement der Lehrkräfte.

Die Elternbeiratsvorsitzende Frau Ana Will und auch die Fördervereinsvorsitzende Frau Meike Barth gingen mit ähnlichen Gedanken ihre Ansprachen an, wobei Frau Will die Entwicklungsschritte von der Geburt bis zum heutigen Tage der Schulentlassung detailliert beschrieb. Aus dem Behütetsein werden nun die Absolventen aus dem sicheren Hafen in das offene Meer entlassen. Doch das Schiff sei stark genug, um allen Anforderungen gerecht zu werden.   Die Klassenbesten wurden von beiden Damen  mit einem Buchgutschein geehrt:  Für die SchuB-9 ist das Jana Brehm mit einem Notendurchschnitt von 1,5, Yannik Malt aus der 9aH mit 1,7 und Lewi Mehari aus der 9bH mit einem Schnitt von 1,5. In der Realschule waren dies: Marc-Andre Hassenpflug 10aR mit 1,7 , Junus Malsagow  10bR mit  1,4  und Lukas Peppler 10cR mit 1,4  im Notendurchschnitt. Damit ist das Leistungsvermögen der Schule auf gleichbleibend hohem Niveau, die Leistungsdichte im oberen Notenbereich hat sich weiterhin erhöht. Entsprechend dem Motto hatte das Organisationsteam sich eine  Dekoration einfallen lassen, die 50 Jahre Solgrabenschule dokumentierte und den feierlichen Rahmen dieser Veranstaltung unterstrich. Der emotionalste Moment des Abends war neben der Zeugnisausgabe das Finale, wobei die Gäste den Absolventen mit einem Rosenblätterregen eine angemessene Wertschätzung entgegen brachten.

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